Dipl.-Ing. Thorsten Niggemann

Bauplan V60

Hier der komplette Plan im Maßstab 1:11 zum bestellen.

 

Prolog

Angefangen haben wir im 5“ Modellbau vor gut 16 Jahren mit der BR 64. Im Anschluss wurden ein paar Güterwagen gefertigt und als letztes Projekt die englische "Maid of Kent".

Warum dann jetzt eine V 60 ??
Die Antwort ist ganz einfach: Wir wollen eine Lok, welche leicht im Wohnwagen transportiert und folglich in den Urlaub mitgenommen werden kann, die dann vor Ort sofort betriebsbereit ist und keine weiteren Betriebsmittel benötigt (Kohle usw.).
Die V 60 sieht durch ihr Gestänge und angetriebene Blindwelle ansprechend aus, ist relativ kompakt und nicht zu schwer, ist also das ideale Modell.

 

 

Gezeichnet habe ich die V60 mit einem CAD Programm und auch im gleichen Zug die DXF Dateien zu Laserschneiden erzeugt.

 

Puffer und Zughaken

Die Puffer wurden von uns  gebaut, wie wir es schon bei den Güterwagen gemacht haben. Im Gehäuse befindet sich eine Druckfeder mit leichter Vorspannung. Damit der Puffer nicht herausfällt, geht vom Puffer aus eine Stange bis durch den Gehäuseboden und ist dann mit einer selbstsichernden Mutter verschraubt.

Die Rohlinge der Zughaken sind ebenfalls gelasert.
Die Kupplung lässt sich nach Einhängen des Bügels durch ein Drehen der Spindel verkürzen. Da die Spindel mit einem gegenläufigem Gewinde versehen ist, haben wir uns Linksgewinde-Schneideisen zugelegt, um die Spindel in Eigenbau fertigen zu können.

Rahmen

Für den Rahmen haben wir zuerst die Achslagerführungen aus Messing gefräst, wobei auf der Innenseite noch 2 mm Material stehen blieb. Die Achslagerführungen wurden im Anschluss auf Rahmenwangen genietet.
Beide Rahmenwangen wurden dann zusammen auf der Fräse ausgerichtet. Vorne beginnend wurden dann alle Achslagerführungen angefahren und auf Maß abgefräst. So wird gewährleistet, dass alle Achslagerführungen parallel zu einander sind und später die Achsabstände auch stimmen.

Die Blindwelle

Die Ausgleichsgewichte der Blindwelle sind aus dem Vollen gedreht und gefräst.
Um sicherzustellen, dass die Gewichte genau 90° zu einander verdreht auf die Welle gesetzt werden, haben wir eine Passfedernut in die Welle gefräst und die zweite Nut um genau 90° verdreht. Entsprechend werden wir auch die Räder auf die Achsen setzen. Die Gewichte sind auf der Welle nur geklemmt, damit sie später in den Rahmen eingesetzt werden kann.


Bremse

Das Bremssystem ist optional funktionsfähig. Der Bremszylinder kann mit Luft betätigt werden. Wir haben diese Funktion aber bisher nicht eingebaut. Die Bremse bleibt erst zunächst ohne Funktion, da wir beabsichtigen mit dem Motor zu bremsen.